Polyneuropathie-Visual

Therapiealternativen bei der diabetischen Polyneuropathie

Prophylaxe (Vorbeugung)

Diabetischer Fuß
Die beste prophylaktische Maßnahme ist eine optimale Blutzuckereinstellung. Je weiter Ihr Blutzuckerwert von dem von Ihrem Arzt vorgeschlagenen angestrebten Wert abweicht, um so wahrscheinlicher ist, dass sich mit der Zeit eine diabetische Polyneuropathie entwickelt. Sie können die Behandlung des Arztes durch regelmäßige Blutzuckerkontrolle aktiv unterstützen.
Bewegung
Sport sollten vor allem Typ II-Diabetiker betreiben, da sich Bewegung positiv auf den Diabetes auswirkt. Falls Ihnen dies alleine keine Freude macht, hat der Deutsche Diabetiker-Bund Sportgruppen in vielen Städten gegründet.

Eine gesunde Ernährung hilft neben Ihrer medikamentösen Behandlung, den Blutzucker und die Blutfettwerte auf Normalniveau zu halten. In vielen Krankenhäusern und Diabetes-Schwerpunktpraxen werden auch Ernährungsschulungen durchgeführt. Auch hier kann der Deutsche Diabetiker - Bund Ihnen eine Adresse vermitteln, falls Sie es wünschen.
Deutscher Diabetiker-Bund e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Goethestraße 27
34119 Kassel
Tel.: (05 61) 70 34-770
Fax: (05 61) 70 34-771
www.diabetikerbund.de
info@diabetikerbund.de

Therapie bei bestehender diabetischer Polyneuropathie

Für die Behandlung der diabetischen Polyneuropathie gibt es in Deutschland rezeptfreie, apothekenpflichtige Thioctsäure-Präparate. Bei dem Wirkstoff dieser Arzneimittel handelt es sich um eine im Körper vorkommende Substanz, die antioxidative Eigenschaften besitzt.

Zuerst Infusion - danach Tabletten

Um ausreichende Mengen dieser schützenden Substanz schnell an die Nerven zu transportieren, sind Infusionen über 3 Wochen notwendig. Es gibt diese Infusionen u.a. als Fertiginfusion, um Ihnen und dem behandelnden Arzt die Anwendung so einfach wie möglich zu machen. In diesem Zeitraum sollte sich bei Ihnen der therapeutische Effekt durch eine Abnahme der Symptome, d.h. der Schmerzen, des Kribbelns oder des Pelzigkeitsgefühls, bemerkbar machen.
Therapie
Erst wenn sich durch die Infusionen der Therapieerfolg eingestellt hat, wird Ihnen der Arzt Tabletten zur weiteren Einnahme empfehlen, damit die erzielte Besserung erhalten bleibt.

Denken Sie aber bitte immer daran, die Ursache der diabetischen Nervenerkrankung ist und bleibt die schlechte Blutzuckereinstellung des Diabetes. Erste therapeutische Maßnahme muß immer die optimale Blutzuckereinstellung sein. Die Behandlung mit einem Thioctsäure-Präparat stellt eine sinnvolle unterstützende Maßnahme dar.