Diagnose
Bis zur eindeutigen Diagnose ist es manchmal ein langer Weg. Da die Ursachen unbekannt sind, gleicht die Diagnosestellung manchmal einem medizinischen Puzzle. Wichtige Mosaiksteine sind die Krankengeschichte (Anamnese), die unterschiedlichen Beschwerden, körperliche Untersuchungen, diverse Blut-,Stuhlproben und Analysen sowie Ultraschalluntersuchung (Sonographie). Mit Hilfe der Sonographie können Komplikationen wie Fisteln oder Abszesse zuverlässig erkannt werden. Um allerdings chronisch entzündliche Darmerkrankungen sicher diagnostizieren und unterscheiden zu können, sind zusätzliche Röntgenaufnahmen und eine Darmspiegelung unerlässlich. Damit wird die Diagnose gesichert und Umfang und Lokalisation der entzündlichen Veränderungen werden deutlich. Gleichzeitig ergeben sich daraus wichtige Hinweise für die Therapie.
Die Darmspiegelung
Nach einer sorgfältigen Reinigung des Darms von Nahrungs- und Stuhlresten – meist durch das Trinken einer speziellen Flässigkeit am Abend vor der Untersuchung – wird ein ca. 1 cm dünnes, flexibles, schlauchförmiges Instrument (Koloskop) via After durch den Dickdarm bis zum Übergang zum Dünndarm vorgeschoben. Beim Zurückziehen werden Schleimhaut und Schleimhautveränderungen genau betrachtet. Durch die schmerzfreie – es gibt keine Schmerzrezeptoren auf der Darminnenwand – Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) können Veränderungen der Darmschleimhaut anschließend mikroskopisch untersucht werden. Aufgrund der heute vielfach üblichen Video-Koloskopie (exakt müsste es Video-Ileo-Koloskopie heißen, da ja der letzte Teil des Ileums, d. h. des Dünndarms, mitbetrachtet wird!) können Sie vielleicht anschließend im Gespräch mit dem Arzt selbst einen Blick in Ihr „Innerstes“ werfen!
Die Koloskopie ist heute ein sicheres diagnostisches Verfahren: Nur bei 1 von 1.000 Untersuchungen kommt es zu Verletzungen der Darmwand. Freilich bleibt sie eine unangenehme Prozedur, die in der Regel 10-30 Minuten in Anspruch nimmt.
Werden statt des gesamten Dickdarms lediglich Mastdarm und Analkanal gespiegelt, spricht man von einer Rektoskopie. In diesem Fall wird die Untersuchung möglicherweise auch mit einem starren Instrument durchgeführt und dauert nur rund 3-5 Minuten.
Die Koloskopie ist heute ein sicheres diagnostisches Verfahren: Nur bei 1 von 1.000 Untersuchungen kommt es zu Verletzungen der Darmwand. Freilich bleibt sie eine unangenehme Prozedur, die in der Regel 10-30 Minuten in Anspruch nimmt.
Werden statt des gesamten Dickdarms lediglich Mastdarm und Analkanal gespiegelt, spricht man von einer Rektoskopie. In diesem Fall wird die Untersuchung möglicherweise auch mit einem starren Instrument durchgeführt und dauert nur rund 3-5 Minuten.
Röntgenuntersuchung
Eine Röntgenuntersuchung des Dickdarms wird üblicherweise nur dann eingeleitet, wenn eine Spiegelung, z. B. durch Verengung eines Darmabschnittes, nicht möglich ist. Standard dagegen ist diese Untersuchung zur Diagnostik des Dünndarms. Zur Aufdeckung entzündlicher Veränderungen der Dickdarmwände wird dazu ein Kontrastmittel gegeben.
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